Botswana, Zambia, Namibia sollten unsere Reiseziele sein, da nun Kenya und Uganda ausser Reichweite lagen.
Wir fuhren Richtung Maun, nahmen jedoch die längere westliche Route, damit wir nicht wieder in Francistown, welches uns schon zwei Mal kein Glück bescherte, vorbeimussten. Kurz vor dem Grenzpunkt Pioneer Gate stoppte uns die Polizei. Der Officer wollte unbedingt das Ablaufdatum der Fahrzeugregistrierung sehen. Wir haben keine SA-Disk, im Fahrzeugausweis steht auch kein Ablaufdatum, Häbis Erklärungen, wie dies in der Schweiz gehandhabt wird, erzeugte nur Kopfschütteln, so rette uns schlussendlich das Ablaufdatum des Carnets. Aufschnaufen. Doch nur kurz. Häbis Fahrausweis sei nicht gültig, es fehle eine, von der Botschaft beglaubigte, englische Übersetzung. Weitere zehn Minuten Palaver mit Vergleichen der SA- und CH-Fahrausweise um zum Schluss zu kommen, dass sie eigentlich fast gleich seien. Der Grenzübertritt war dann kurz und schmerzlos.
Auf dem Trans-Kalahari Korridor ging es Richtung Norden. Gut ausgebaut mit kaum Verkehr. In Jwaneng werden Diamanten gefördert. Am Ortseingang stehen riesige ausgemusterte Maschinen, die wir bewunderten.
Wie die einen Radwechsel durchführen? Dolly meinte, es sei ihr nicht bewusst gewesen, dass es so grosse Diamanten gäbe. 😊 Auch das 100 MW Photovoltaikkraftwert war mit seinen Dimensionen eindrücklich.
Wir übernachteten im Kalahari Rest Camp und der Korabi Lodge. Die erste im typischen Bushvillagestile gehalten, die zweite an einem schönen Wasserloch gelegen. Am dritten Tag erreichten wir Maun, zum ersten Mal hatte es Wasser in den Channels.
Für Savuti hatten wir uns bereits zwei Übernachtungen im Internet sichern können, welch Fortschritt, das letzte Mal sassen wir in einem dubiosen Büro und warteten auf das Resultat der diversen Telefonate. Leider waren unsere zwei Buchungen nicht zusammenhängend, so fuhren wir zum SKL-Büro. Zwei Minuten später hatten wir die Bestätigung, dass wir auch die fehlende Nacht in Savuti verbringen durften. Gleich effizient erhielten wir zwei Übernachtungen in der Khwai Community auf einem der diversen Reserve Campsites. Wir genehmigten uns ein leckeres zweites Frühstück in unserem Lieblingscaffee Dusty Donkey und waren frohen Mutes, endlich ging es los.
Khwai Community
Die Strasse zum Khwai Community Campsite hatten wir in schlechter Erinnerung. Wir sollten nicht enttäuscht werden. Die ersten 20km Gravel waren viel besser, da sehr sandig, danach folgte jedoch eine etwa 40km lange hartgetrocknete Schlammlochstrecke, die uns fast drei Stunden kostete. Nach einem guten Zwischenstück, wir fuhren 50km/h!!, war die bewährte Schlammlochstrecke Richtung Khwai zurück.
Auf dem Weg zum Campsite, hörten wir das vertraute Knacken. Und wirklich es sah nicht schön aus, Risse oberhalb der geschweissten Stelle. Am nächsten Morgen gab es keinen Gamedrive, sondern weitere holprige 20 km nach Khwai, um die Risse schweissen zu lassen.
Patrick, der Schweisser holte sein Equipment aus dem Schuppen, startete den mobilen Stromgenerator und machte sich ans Werk. Es brutzelte und qualmte aus allen Ritzen. Den bereitgestellten Feuerlöschen benötigten wir jedoch nicht.
Am Nachmittag konnten wir endlich das Gebiet entlang des Khwai Rivers geniessen. Die Wilddicht war auch hier nicht besonders gross, da die vielen Wasserstellen prall gefüllt waren. Ein grosser Elefant erntete alle Fruchtbäume um unseren Lagerplatz. Er presste sich mit Rüssel und Stirn an den Baum und dann mit den Hinterbeinen kräftig schüttelte. Beim Eindunkeln kamen drei Elefanten auf ihrer Fruchtsuche auch bei unserem Baum zu stehen und begutachteten unser Feuer und die beiden Gestalten, die dahinter sassen und die hofften, dass das Feuer genügend abschreckend sei.

















